Meine erste Klassenfahrt

Letzte Woche waren wir auf Klassenfahrt am Wannsee. Für 4 Tage, von Montag bis Donnerstag, war das Don-Bosco-Heim unsere Zuhause. Wir unternahmen Ausflüge nach Potsdam (Neues Palais), auf die Pfaueninsel und zur Kirche St. Peter und Paul (Nikolskoe). Ich war in einem reinen Mädchenzimmer untergebracht. Unsere Gruppe nannte sich »Die schwarzen Katzen«.

DonBoscoSeeDon Bosco Berlin ist eine Freizeiteinrichtung für Kinder und Jugendliche, die es seit 1934 gibt und direkt am Wannsee liegt. Träger der Einrichtung sind die Salesianer Don Boscos (SDB), eine Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche. Wir gehörten mit unserer Klasse wahrscheinlich zu den letzten Gästen, denn leider die Anlage bald verkauft und wahrscheinlich anders genutzt als bisher.

Das Wichtigste bei einer Klassenfahrt ist die Checkliste aller Dinge, die man mitnehmen muss. Sie besteht aus dem persönlichen Kram (Klamotten, Kuscheltiere, …) und all jenen Sachen, die unsere Klassenlehrerin uns aufgeschrieben hat. Wenn man seine Zahnbürste vergisst, hat man 4 Tage ein stumpfes Gebiss und die Welt geht nicht unter … Wenn man aber Taschenlampe oder Sportzeug nicht mit hat, ist Trauer angesagt, weil sich 20 Klassenkameraden amüsieren und Du zuschauen kannst.

Das alles habe ich mitgenommen:

1 Spannbetttuch
1 Kopfkissenbezug
1 Bezug von Zudecke
4 Slips
2 Unterhemden
4 T-Shirt
1 Rock
1 langärmeliges T-Shirt
3 Paar Socken
1 dickeren Pulli
1 Schlafanzug
1 Sporthose rot
1 blaue Sportjacke
1 grünes Sportshirt
1 Jeans
1 Federtasche
1 Regenjacke
2 Handtücher
2 Waschlappen
1 Kulturtasche
1 Quiz
2 Bücher (Vampirbuch und Feliciti)
1 DIN A4 Heft
1 Taschenlampe
1 Federtasche

2 Kuscheltiere (Floppy und Zähnchen)

Sandalen
Hausschuhe
Badelatschen,
blaue Halbschuhe

DonBoscoPferde

Zwei süße Ponys auf der Weide von Don Bosco, Berlin


Das Don Bosco Heim besteht aus vielen Gebäuden, einer Kirche, Gärten und einem kleinen Zoo. Es gibt sehr viele Pferde und Ponys, denn seit 10 Jahren ist das Heim Reittherapiezentrum.

Die Bilder auf dieser Seite habe ich mit meiner Agfa-Klick-Kamera gemacht …

Wir waren in 4 Zimmern mit je 3 Doppelstockbetten untergebracht, macht 24 Betten. Da es in unserer Klasse 15 Mädchen und 9 Jungs gibt, mussten in ein oder zwei Zimmern Jungen und Mädchen gemischt untergebracht werden. Ich hatte Glück: wir waren nur Mädchen in unserem Raum ;-)

DonBoscoMona

Meine Freundin Mona war im gleichen Zimmer wie ich unterbebracht

»Wer sich nicht benimmt, wir von seinen Eltern abgeholt.« das sagte unsere Klassenlehrerin Frau Voges bereits auf dem Elternabend. Entsprechend diszipliniert benahmen wir uns alle, denn früher nach Hause zurückreisen wollte niemand.

Ein Höhepunkt unseres Ausflugs war eine Fahrt zur nahe gelegenen Pfaueninsel im südlichen Havelfluss. Vor über 300 Jahren ließ Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, auf der Pfaueninsel Tiere für die Jagd aussetzen. Auf der Ostseite der Insel wurde eine Fabrik errichtet, in der ein Johann Kunckel von Löwenstein das damals begehrte Rubinglas herstellte. Später diente die Insel zur Schaf- und Rinderzucht.

DonBoscoLeoniePaulina

Meine Freundinnen Leonie und Paulina …ebenfalls Zimmernachbarn

Vor 200 Jahren vergnügte sich der berühmte Friedrich Wilhelm der II. mit seiner Geliebten auf der Pfaueninsel; noch heute kann man ihr Lustschlösschen im Stil einer Ruine bewundern, das auch ein Luftschloss ist, denn es ist – wie eine Theaterkulisse – aus Holz gebaut. Der Sohn Friedrich Wilhelm III. nutzte die Pfaueninsel, um dort seltene Tiere und Pflanzenarten anzusiedeln. Die Tiere schenkte er später dem Berliner Zoo. Einige Überreste seiner Anlagen, zum Beispiel die Vogelkäfige, stehen noch heute. Auch frei lebende Pfauen gibt es noch jede Menge auf der Insel. Mir ist es gelungen, sie fotografisch zu verewigen:

Eines meiner Lieblingsfotos ist der Blick auf ein Gewässer (Abbildung ganz oben). Ich kann mich aber beim besten Willen nicht mehr erinnern, wo das war und was hier zu sehen ist. Vielleicht war es an der Kirche St. Peter und Paul in Nikolskoe (die vom berühmten Baumeister Karl Friedrich Schinkel gebaut wurde). Oder ich habe die Aufnahme während der Fahrt nach Potsdam zum Neuen Palais gemacht. Wir haben einfach zu viel erlebt in den vier Tagen.

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