Sina kommt nach Berlin

Darauf habe ich mich schon eine Woche gefreut: meine alte Freundin Sina aus dem Hessenland besucht mich heute. Sie fliegt alleine nach Berlin. Wir holen sie um 11:30 Uhr am Flughafen ab und wollen einen tollen Tag verbringen. Abends übernachtet Sina bei mir.

Flughafen Tegel

Wir sitzen gerade in der Halle des Flughafen Tegel. Es sind noch 30 Minuten, bis die Maschine LH 178 aus Frankfurt landet. Sina reist alleine, was ich mich bisher noch nicht getraut habe, weder mit dem Zug, noch mit dem Flugzeug. Die Lufthansa nennt Sina »UM«, was wir als »unbegleitetes Mädchen« übersetzen; tatsächlich heißt es »unaccompanied minor«, wie uns eben die Dame am Schalter mitteilte – fast dasselbe was wir vermuteten.

Die Maschine landete pünktlich um 11:32. Eine viertel Stunde später kam Sina durch den Ankunftsschalter, mit fünf anderen Kindern, die auch UMs waren; Sina war die jüngste.

Sina ist glücklich gelandet

Flughafen Tegel, 11:55 Uhr: Sina ist glücklich gelandet … Papa und ich holen sie ab

Sina ist gut organisiert. Neben ihrem Rucksack und dem Rollkoffer hat sie eine Tasche mit ihrem Kindersitz für Papas Auto dabei. Auf dem Weg nach Hause macht Papa kurz Halt in Berlins größtem Modellauto-Laden: Turberg, in der Lietzenburger Straße. Er sucht einen Wagentyp aus den 70er Jahren, den er als Werbegeschenk verwenden möchte. Er entscheidet sich für einen rot-weißen Hippie-VW-Bus im Maßstab 1:25.

rot-weißen Hippie-VW-Bus im Maßstab 1:25

Dieses Modellauto Volkswagen Van hat Papa gekauft

Am nachmittag fuhren wir zu Nadja, die heute ihren 35. Geburtstag feiert. Sie ist gerade umgezogen, in die Heinrich-Roller-Straße im Prenzlauer Berg. Roller ist der Geburtsname von Sinas Mama. Vielleicht ist Heinrich Roller Sinas Ur-Großvater. Auf dem Weg zu Nadja spielten wir im Auto das Spiel »Smart zählen«. Sobald Sina oder ich einen Smart sahen, riefen wir laut »Smart« und stellten unser geistigen Zähler eine Stelle weiter. Mama war total genervt.

sina4

Nadjas neue Wohnung: es fehlt noch an Sitzgelegenheiten

Bei Nadja gab es leckeren Kuchen und Katzenzungen. Sina und ich spielten erst Wilder Bär, danach beschrieben wir jede Menge Zettel mit witzigen Bemerkungen, die wir den Geburtstagsgästen mit Tesafilm auf die Klamotten klebten.

Bevor wir am frühen Abend wieder nach Hause fuhren, fotografierte Papa Sina noch mal vor dem Straßenschild. Danach ging es wir über den Potsdamer Platz zurück nach Zehlendorf.

Heinrich-Roller-Straße

Sina am Straßenschild mit dem Namen eines entfernten Verwandten von ihr

Sina und Marie, abends am Potsdamer Platz

Das Abschlussfoto des Tages: wir liegen auf einem gepflegten Rasen am Potsdamer Platz

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