Anuschi besucht uns

Mamas Freundin Anuschi lebte für 3 Monaten in der Nähe von Rom. Mama kennt sie schon aus der Schulzeit. Anuschi ist Malerin und wurde von der Deutschen Akademie Casa Baldi in Rom zu einem Stipendium in die Villa Massimo und die Villa Serpentara (Olevano) eingeladen. Auf der Rückreise nach Berlin macht sie mit ihrem Freund Thoma einen Tag Station bei uns in der Toskana.

Um 16:00 Uhr kam Anuschis angekündigter Anruf aus dem nahen Volterra. Sie sitzt mit ihrem Freund und Malerkollegen Thomas Hartmann in einem Café in der Altstadt. Papa holt sie ab und geleitet sie zu unserer Herberge. Wir haben für die beiden ein Zimmer reservieren lassen. Als sich Anuschi vor drei Monaten in Berlin verabschiedete, hatten wir den Besuch schon geplant. Mama freut sich riesig, dass es jetzt auch geklappt hat.

Anuschi und Thomas nehmen erst mal ein erfrischendes Bad in unserem Pool

Für den Abend haben wir uns etwas ganz besonderes für die beiden ausgedacht: ein Essen in der Trattoria Albana in dem kleinen Bergdörfchen Mazzolla, rund 8 Kilometer von Borgo di Ariano entfernt. Wir waren gestern bereits dort und ziemlich begeistert. Und es wurde auch für unsere Gäste ein Volltreffer.

Heute ließen wir uns richtig Zeit für einen Spaziergang rund um das Dorf, das nur 43 Einwohner beherbergt. Es bietet sich uns ein wunderbarer Blick über das Val di Cecina. Die Sonne geht gerade unter. Die Felder sind in ein warmes, gelbes Licht getaucht. Wir hören die Glocken der Schafherde im Tal. An einem kleinen Wäldchen sehen wir sogar zwei Wildschweine, die sich ins Feld wagen um zu fressen.

Anja und Thomas genießen den Blick von Mazzolla ins Tal

Neben der Kirche im Dorf befindet sich ein Anwesen, das uns neugierig macht. Es ist durch eine Mauer geschützt, doch Papa kann meine Kamera über das Tor halten, um einen Schnappschuss vom Gelände dahinter zu machen. Was wir dann auf dem Bildschirm sehen, macht uns alle neidisch: ein großer, wunderschön angelegter Park. Wir schätzen, dass das Anwesen rund die Hälfte der Dorffläche einnimmt. Die Aussicht vom Park aus muss großartig sein.

Greta hat die Schafherde entdeckt, deren Bimmeln uns begleitet

Gleich gegenüber der Kirche befindet sich auch das Dorfrestaurant. Es ist wieder gut besucht: die 20 Sitzplätze sind alle belegt. Einen Teil der Speisekarte hatten wir gestern bereits kennen gelernt. Heute entscheiden wir uns für neue Spezialitäten. Ich esse die Parpadelle mir Wildschweinsoße, Papa nimmt die hausgemachten Tagliatelle, Greta Spaghetti mit frischer Tomatensoße, Mama isst Wildschwein, Anuschi Ravioli und Reh und Thomas nascht von allem ein bisschen. Los geht es mit eine Riesenauswahl an gemischten Vorspeisen, von denen immer wieder neue an den Tisch gebracht werden.

Wir sitzen wie in einem Wohnzimmer, tatsächlich befindet sich die Terrasse des Restaurants auf dem zentralen Platz des Dörfchens. Es ist mild, wir fühlen uns pudelwohl. Ansuchi erzähl viel über ihre Erlebnisse in Rom und der Villa Sermentara.

Gegen 22:30 Uhr verlassen wir Mazzolla wieder und fallen müde in unsere Betten, nachdem wir noch ein paar Glühwürmchen beobachtet haben.

Heimlich über das Tor aufgenommen: ein riesiger Privatpark im Bergdörfchen Mazzolla

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