Abschied von Anuschi, Ellen und Paulina

Heute ist der Tag des Abschiednehmens. Nach dem Frühstück verlässt uns Anuschi wieder, kurz zuvor reist die Schwedische Familie ab. Wir sitzen noch am Frühstückstisch, als Ellens Mutter einen Zettel für mich übergibt »From Ellen …« sagt sie. Ellen sitzt schon im Auto …

… und beobachtet, wie ich ihren Brief aufnehme. Ich bin ganz aufgeregt. Sie hat sich selbst mit Bleistift gezeichnet, in einem Rock mit Sternen drauf. In einer Sprechblase steht »Auf Wiedersehen«, am Fuß des Blattes »für Marie von Ellen«. Alles in fehlerfreiem Deutsch geschrieben. Ob sie die Sprache vielleicht in der Schule lernt?

Ich laufe schnell in unsere Wohnung, um ihr einen Abschiedsgruß zu schreiben. Ich male eine Katze und schreibe meine Email-Adresse auf das Blatt, das ich Ihrer Mutter gebe. Ihr Wagen ist inzwischen vollgepackt. Der Motor springt an … dann rufen Ellen und ihre Schwester noch aus dem Fenster »Auf Wiedersehen«. Wir winken alle. Ich habe einen Kloß im Hals. Dann kommt die große Leere.

Nachdem Anuschi und Thomas abgereist sind, fahren wir nach Volterra um den Markt zu besuchen. Wir parken außerhalb der Altstadt und machen noch mal einen Spaziergang durch die engen Gässchen. An einem Eiskaffe legen wir eine Pause ein. Greta ist inzwischen in ihrem Wagen eingeschlafen. Wir sitzen auf der Terrasse des Kaffes und verdrücken große Eisbecher. Dabei beobachten wir die Reisegruppen und Besucher, die an uns vorbeimarschieren.

Top und Umgebung vereinen sich zu einem spektakulären Gesamtbild

Der Markt enttäuscht unsere Erwartungen. Stadt in der Altstadt ist er am Stadtrand in einer Straße aufgebaut. Wir erwarten lokale Produkte und frisches Obst, treffen jedoch auf Klamotten-, Haushaltswaren- und Firlefanz-Händler.

Also schlagen wir wieder langsam den Weg zum Parkhaus ein. Dort sitzt eine ältere Dame auf eine Mauer, die eine faszinierende Bluse mit wilden Tieren drauf trägt. Die Farbe der Bluse und die der Umgebung vereinen sich zu einem bemerkenswerten Motiv, das Mama fotografisch festhalten muss.

Greta baut sich neben einem Wurzelmännchen auf, das vor einem Souvenirladen in Volterra steht

Greta macht ihr Mittagsschläfchen vor historischer Kulisse: dem etruskischen Museum

Als wir am Nachmittag wieder zu unserer Bleibe zurückkehren, erwartet uns eine Riesenüberrschung. Ein weiterer Brief von Ellen liegt vor unserer Tür. Sie müssen aus irgend einem Grund noch mal zurückgekehrt sein zur Borgo di Ariano, sicher nicht allein, um den Brief abzugeben. Er enthält wichtige Informationen, so dass ich mit Ellen in Kontakt bleiben kann. Ihre Post-Adresse und auch ihre Email-Adresse. Und den Namen Ihrer Schwester erfahre ich auch: sie heißt Paulina. Direkt nach meiner Rückkehr werde ich Ellen schreiben.

toska50

Ein weitere Brief von Ellen, der am Nachmittag vor unserer Wohnungstür lag

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