Dresden Tag 1: Willkommen

Dresden hat viele Gesichter. Das merken wir schon bei der Anfahrt in die weitläufige Stadt. Die Vorstädte sind teils industriell geprägt, mit Einkaufszentren, gefolgt von Plattenbauvierteln, die sich mit Stadtvillen abwechseln. Ich habe mir die Stadt irgendwie anders vorgestellt, wobei ich beim besten Willen nicht weiß, woraus sich meine Vorstellung gebildet hat. Aber irgendwie macht man sich von allem ein Bild, auch wenn man weder eine Postkarte oder ein Foto zuvor gesehen hat.

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Als wir über die kopfsteingepflasterte Augustusbrücke fahren, eine Bogenbrücke aus Sandstein, direkt in die Altstadt. Da sieht Dresden doch so aus, wie ich es mir ausgemalt hatte. Rechts liegt die Semperoper, dahinter der Zwinger und links gegenüber steht das Taschenbergpalais.

Die Augustusbrücke ist gar keine Sandsteinbrücke, sondern eine Stahlbetonbrücke in Bogenbauweise, die mit Naturstein verkleidet wurde

Die Augustusbrücke verbindet die historischen Kerne der Altstadt und der Neustadt, die bis ins 16. Jahrhundert die selbständige Stadt Altendresden war. Von 1945 bis 1990 trug die Brücke den Namen Georgij-Dimitroff-Brücke. Nach wenigen Kurven landen wir direkt in der Tiefgarage unseres Hotels. Wir lassen uns erst mal unser Zimmer zeigen und das Gepäck bringen. Es ist vielleicht das schönste Zimmer im Hotel, im 3. Stock gelegen mit einem Turmfenster. Sie nennen es Junior Suite: »Großzügiges Doppelzimmer, das optisch in einen Wohn- und Schlafbereich getrennt ist. Die Größe beträgt ca. 55 qm. Zusätzlich verfügen alle Juniorsuiten über zwei Fernseher und einen Video-Recorder.« Der Wohnbereich wurde extra für uns zum Kinderzimmer umgebaut, mit zwei großen Betten. Auf der Stereoanlage liegen zur Begrüßung zwei CDs mit klassischer Musik Dresdener Orchester. Auf den Betten finden wir für Greta und für mich zwei Puzzle-Spiele.

Kein Witz: in Dresden gibt es Fußgängerampeln mit Ampelmädchen

Wir starten unserer erste Erkundungstour. Unser Ziel ist die Frauenkirche. Sie ist heute bekannt als Mahnmal gegen den Krieg uns als Zeugnis der Versöhnung. Mit ihrer hohen und breiten Kuppel beherrscht das 91 Meter hohe Gebäude das Stadtbild. Die Kirche wurde von 1723 bis 1743 gebaut und ersetzte einen romanischen Vorläuferbau. Zehn Jahre dauerte der Wiederaufbau, im Oktober 2005 wurde sie geweiht. Der Fußweg zu dem berühmten Gebäude dauert nur 15 Minuten. Wir staunen nicht schlecht, als wir vor der ungewöhnlichen »runden« Kirche stehen.

Die schwarzen Steine sind die wenigen übrig gebliebenen Originalteile der Dresdener Frauenkirche, die im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört wurde. Nur an einer Seite findet man zusammenhängende Mauerteile aus Originalsteinen. Von der Kirche aus gehen wir weiter zur Münzgasse, die uns direkt zur Elbe führt. Hier essen wir alle 4 Thüringer Bratwurst. Danach besteigen wir über eine Treppe die berühmte Brühlsche Terrasse, eine langgestreckte Zusammenstellung aus mehreren Bauwerken, die Parallel zur Elbe verlaufen und auf einer ehemaligen Wehranlage liegen. Zu dem Komplex zählen die Kunstakademie, das Albertinum und die Jungfernbastei.

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Die zweite Tageshälfte steht im Zeichen der Erholung. Gegen 16:00 Uhr suchen wir das Hotel-Pool unter dem Dach des Taschenbergpalais auf. Das Wasser steht dort, glatt wie ein Spiegel, oberhalb der Fußbodenebene, ähnlich wie beim Brunnen am Inge-Beisheim-Platz in Berlin. ist wunderbar warm und tiefblau beleuchtet, wir haben das ganze Bad für uns alleine. Ich schwimme sehr gerne. Zwei Massagedüsen kann man selbst einschalten. Ihr Wasserdruck ist so stark, dass ich nicht dagegen anschwimmen kann.

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Um 15:00 Uhr öffnet täglich die Eisbahn im barocken Innenhof des Hotels. Bis 22:00 Uhr kann man dort seine Runden drehen. Ich schwimme zwar lieber, doch ich ließ mich zu einer Stunde Eislaufen vor dem Abendessen überreden. Greta bekommt einen Plastik-Pinguin auf Kufen mit 2 Griffen, an dem sie sich festhalten kann. Das macht ihr Riesenspaß uns sie hat echt große Ausdauer. Anschließend gehen wir Abendessen im Bistro Palais, französisch, direkt im Taschenbergpalais gelegen.

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