Dresden Tag 2: Stadtrundfahrt

Heute nahmen wir unser erstes Frühstück im Hotel ein. Das riesige Büffet bietet alles, was das Herz begehrt. So was gibt es ja in vielen Hotels, trotzdem ist hier manches anders. Es gibt warme Hackfleischknödel in Tomatensauce, Actimel-Fläschchen, den Kombucha-Wellness-Drink und ganz viele Sorten Gebäck, darunter auch – 2 Wochen nach Weihnachten – den echten Dresdner Christstollen.

Unser Frühstückstisch ist doppelt so groß wie der zu Hause, so dass wir uns kaum Sachen reichen können. Als sich Mama von Greta eine Scheibe Salami geben lässt, greift die mit bloßen Händen die Wurst an. Papa zeigt ihr dann, wie man die Wurst mit einem Teller reicht. Etwas später rüffelt sie Papa, als der ihr eine Dresden-Ansichtskarte hinhält: »Papa, die musst Du mir doch auf einem Teller geben.«

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Wir warten vor unserem Hotel auf den »Roten Doppeldecker«-Bus, der uns auf eine große Rundfahrt mitnimmt

Nach dem Frühstück wollten wir eigentlich ein wenig durch die Altstadt laufen. Wir stoßen auf einen älteren Herren, der die Touristen zur Teilnahme an einer Stadtrundfahrt überredet. Das macht er ganz wunderbar. Als wir mit den Worten ausweichen wollen, dass wir die Stadtrundfahrt ja auch noch morgen oder übermorgen machen könnten, wirft er ganz logisch ein: »Sie haben doch viel mehr von der Stadt, wenn Sie das ganze Angebot früh genug kennen. Unsere Stadtrundfahrt dauert 90 Minuten und führt unter anderem zu ›Pfunds Molkerei‹, dem schönsten Milchladen der Welt.« Und weil es etwas nieselig war, hatte er noch ein Argument: »Eine Stadtrundfahrt ist das beste, was sie bei diesem Wetter machen können.« Wir waren sofort überzeugt. Zehn Minuten später saßen wir im »Roten Doppeldecker« und ließen uns die schönsten Seiten der Stadt zeigen.

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Die Rundfahrt begann in der Altstadt und zunächst zu dem riesigen Stadtpark »Großer Garten«. Dort steht auch die VW-Manufaktur, eine gläserne Autofabrik, wo über mehrere Etagen der VW Phaeton zusammengebaut wird. Das nächste Ziel ist das Villenviertel Blasewitz, das von den Bombenangriffen etwas verschont wurde. Danach überqueren wir die Elbe über eine Stahlbrücke, die »Blaues Wunder« heißt (Bild oben) und nahe der historischen Standseilbahn liegt. Eigentlich heißt sie Loschwitzer Brücke, und sie gehört zu den technischen Sehenswürdigkeiten der Stadt, weil sie die Elbe über eine Länge von 140 Meter ohne Zwischenpfeiler überspannt.

Auf dem Rückweg zur Neustadt fahren wir entlang der Elbwiesen, vorbei an drei Schlössern, von denen eines der Erfinder des Mundwassers Odol erbaut hat, das andere vom Hersteller der Zahncreme Chlorodont. An der bereits erwähnten »Pfunds Molkerei«, die bereits 1892 in der Bautzener Straße entstand. Spektakulär ist der kunstvoll gekachelte Verkaufsraum. Die Wände sind bis auf den letzten Quadratzentimeter mit handbemalten Fliesen bedeckt, die von Künstlern gestaltet und von Villeroy und Boch gebrannt wurden. „0 Minuten können wir uns das ansehen, bevor der Bus weiter fährt.

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Kurz vor dem Ende der Stadtrundfahrt erklärt uns die Führerin, das man das Kuppeldach der Kunstakademie »Zitronenpresse« nennt. Auf dem Bild wir sofort klar, warum.

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