Dresden Tag 3: Große Kunst

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Zwei Bauwerke haben wir uns für heute aufgehoben, weil sie direkt gegenüber vom Hotel liegen: der Zwinger und die Semperoper. Bevor wir unser Quartier verlassen mache ich eine Wettererkundung auf dem Balkon unseres Hotels: Prima Klima, kein Regen, 8 Grad, wenig Wind. Gegenüber stehen die Menschen schon wieder Schlange, um ins Grüne Gewölbe zu kommen: Die Karten aus dem Vorverkauf sind bis Oktober 2007 vergriffen.

Der Zwinger ist als eines der wenigen Dresdener Gebäude im Originalzustand zu bewundern. Er wurde zwischen 1711 und 1722 im barocken Stil als Ort für Festlichkeiten und Kunstausstellungen erbaut, auf einer ehemaligen Bastion der Stadtfestung. Auf seiner Südseite blieben dabei Reste der Stadtmauer erhalten, in der sich das bekannte Kronentor befindet, das der königlichen Krone nachempfunden ist. Der Zwinger wurde als eines der ersten Gebäude nach dem Krieg wieder aufgebaut und restauriert. Als wir den Hof gegen 11 Uhr betreten können wir das Glockenspiel aus einem Seitengebäude hören.

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Die Semperoper wurde von 1977 bis 19185 nach Originalplänen des zweiten Opernbaus (1878 bis 1945) von Gottfried Semper wiedererrichtet. Vor der Oper steht ein Reiter, dessen Name wir nicht erkunden können: Es steht nur Johann dran … nennen wir ihn »Johann den Reiter«. Greta und ich besteigen den Sockel und Papa versucht, und beide einschließlich des Reiters aus der Froschperspektive zu fotografieren. Nebenbei begegnet uns der Schauspieler Christoph-Maria Herbst, der Darsteller von Stromberg.

Ein Höhepunkt des Tages ist der Besuch der Gemäldegalerie Alte Meister, die sich im Semperbau des Zwingers befindet. Seit 1855 ist dies der Standort des Museums. Das berühmteste Exponat dieser Galerie ist die Sixtinische Madonna von Raffael, das er 1512/13 als Altarbild gemalt hat. Eine eigene Ausstellung widmet sich dem berühmten Rembrandt-Bild »Ganymeds Entführung«, seiner Entstehung und Restaurierung.

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Diese beiden Engelchen kennt fast jeder: sie liegen der Sixtinischen Madonna (von Raffael) zu Füßen. Papa durfte sie fotografieren, weil er für 5 Euro eine Foto-Erlaubnis gekauft hat

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Eine kleine Sensation war der Besuch des frisch renovierten Hauptbahnhofs. Er wurde als einer der letzten großen Deutschen Bahnhöfe von der Bahn AG saniert (Architekt: Sir Norman Foster). Er bekam anstatt eines Glasdaches ein neues Membrandach, einem Material aus äußerst reißfesten Gewebe (Teflon/Glasfaser). Direkt über den eisernen Hallenbögen spaltet sich das zeltartige Dach zu schmalen Schlitzen, die den direkten Blick zum Himmel freigeben.

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Links und rechts von der Eingangshalle (Sandstein-Look) befinden sich die großen historischen Warteräume (Backstein), die heute dem Reisezentrum sowie einem Supermarkt und einem großzügigen, zweistöckigen Bistro Platz bieten. Sie wurden, zusammen mit der Mittelhalle, im Juli 2006 eröffnet.

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