Abfahrt in den Taunus (1/6)

Es ist viel passiert, in den letzten 2½ Wochen. Unser Taunus-Urlaub dauerte länger als geplant, weil jeder Tag neue Erlebnisse brachte. Wir trafen Freunde, Verwandte, Papas Jahrgangs-Kumpel, besuchten den Rheingau, die Burg Rheinfels, Wiesbaden, Limburg und viele andere Sehenswürdigkeiten. Doch das Camberger Schwimmbad war mein wichtigster Aufenthaltsort, weil ich das Tauchen trainiert habe.

Unsere Reise begann am Samstag, den 4. August 2007. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und machten uns mit Papas Wagen auf den Weg. Auf der halben Strecke zu unserem Zielort Bad Camberg legten wir einen Zwischenstop ein: in Jena, der Universitätsstadt in Thüringen, an der Saale gelegen. Die Friedrich-Schiller-Universität wurde bereits 1558 gegründet. Vor dem 2. Weltkrieg war Jena das Zentrum der deutschen Optik- und Feinmechanikindustrie rund um das Unternehmen von Carl Zeiss. Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 wandelte sich Jena vom Industrie- zum Bildungs- und Wissenschaftszentrum.
Das markanteste Gebäude in Jena und Wahrzeichen ist der JenTower, im Volksmund Uniturm oder »Keksrolle« genannt. Er wurde von 1970 bis 1972 erbaut (Architekt: Hermann Henselmann) und ist das höchste Bürogebäude in den neuen Bundesländern. Zu seinen Füßen liegt heute das Einkaufszentrum Neue Mitte, in einem neu errichteten Sockelbau.

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Das Wahrzeichen Jenas, der 127 m hohe JenTower

Ebenfalls im Stadtzentrum befindet sich die spätgotische dreischiffige Stadtkirche St. Michael, die evangelische Hauptkirche Jenas. Als wir uns auf eine unscheinbare orange Kiste setzten, startete automatisch eine Tonaufzeichnung mit Erläuterungen zur Kirche:

Ihr Vorgängerbau, eine altromanische Pfarrkirche, erfuhr mehrere Umbauten. Die größten wurden bei der 1301 erfolgten Errichtung des Zisterziensernonnenklosters (heute nicht mehr existent) vorgenommen. Über das Alter dieses Vorgängerbaus gibt es unterschiedliche Lehrmeinungen. Höchstwahrscheinlich ist er infolge der Entstehung der deutschen Marktsiedlung im 12. Jahrhundert entstanden, als Nachfolger der heute in Wenigenjena stehenden Kirche. Die heutige Hallenkirche wurde nach zwei Vorgängerbauten 1380 –1506 (Fertigstellung des Langhauses) errichtet, der Turm 1486 – 1557 erbaut. Sie gilt als größte Hallenkirche Ostthüringens. Martin Luther hatte hier mehrmals gepredigt. Sein Grabstein (aber nicht sein Grab) befindet sich seit 1571 hier. Erwähnenswert ist die restaurierte Renaissance-Einzeigeruhr der Kirche.

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Als wir uns auf die Kiste setzten, startete eine Tonaufzeichnung mit Erläuterungen über die Stadtkirche St. Michael

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