„Die Made“ von Heinz Erhardt

Hinter eines Baumes Rinde 
wohnt die Made mit dem Kinde.

Sie ist Witwe, denn der Gatte, 
den sie hatte, fiel vom Blatte. 
Diente so auf diese Weise 
einer Ameise als Speise.

Eines Morgens sprach die Made:
„Liebes Kind, ich sehe grade, 
drüben gibt es frischen Kohl, 
den ich hol. So leb denn wohl!

 

Halt, noch eins! Denk, was geschah, 
geh nicht aus, denk an Papa!“

Also sprach sie und entwich. – 
Made junior aber schlich hinterdrein;
doch das war schlecht! 
Denn schon kam ein bunter Specht 
und verschlang die kleine fade 
Made ohne Gnade. Schade!

Hinter eines Baumes Rinde 
ruft die Made nach dem Kinde ….

 

 

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Ein Kommentar zu “„Die Made“ von Heinz Erhardt
  1. Rebecca Herrmann sagt:

    Jaja… in Deutsch. Da war die Made weg…

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