Bella Napoli, wir kommen (Tag 6)

Heute ist so viel passiert, dass wir unseren Reisebericht aus Zeitgründen zweiteilen müssen: Die Bilder sind für die Daheimgebliebenen, die Texte dazu – meist in Stichworten – sind eher für uns selbst, um nichts zu vergessen (aber trotzdem für Außenstehende nett zu lesen).

Frühstück im Freien, in der Sonne

Erste Etappe: Jawoll, heute ist es soweit, zum ersten Mal Frühstück im Freien, auf der Terrasse unseres Hotels. Wir sitzen dort schon kurz nach 8:00 Uhr vor einer atemberaubenden Kulisse, weil uns das helle Licht und Baulärm auf der Straße um 7:30 aus dem Bett geworfen haben. Der Kellner wollte uns wegen feuchter, glitschiger Kacheln in den Frühstücksraum zurück komplementieren. Lächerlich. Wir machen Rambazamba an der äußersten Kante der Terrasse. 

Uns erwartet ein Urlaubstag mit Ortswechsel … das sind die besten Voraussetzungen für einen erlebnisreichen Karfreitag.

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Zweite Etappe: Koffer packen, zum Wagen laufen, Gepäck einladen und losfahren. Wir halten eine Ansichtskarte in den Händen, die für Oma Eschborn bestimmt ist, uns aber aufgrund eines falschen Briefmarken-Einkaufs schon seit 3 Tagen unbeschrieben bei jeden Spaziergang begleitet. Nun, bei der Abreise, dient sie als Vorlage für das Abschiedsbild von Positano (siehe oben). 

Als wir den Ort verlassen, ein kurzer Halt an den Klippen, Blick zurück und Bingo: Genau so sieht die Karte aus … und jetzt ist sie hier im Blog eingebaut und schneller bei Oma als jede Postkarte,

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Dritte Etappe: Die Amalfiküste zeigt sich heute von ihrer besten Seite. Man kann sich gar nicht sattsehen, an Meer und Klippen. Immer wieder halten wir an, um in die Tiefe oder in die Ferne zu schauen. Die Fernsicht ist unbeschreiblich. Wir halten aber auch an, weil die Kurven am Gleichgewichtssinn zehren.

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Wenn man Glück nicht mehr beschreiben kann, müssen Bilder sprechen …

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Wir fragen uns, wenn wir eines der Küstendörfer durchfahren, und ein altes Männlein von der Straße aus sein Haus betritt, dessen Rückseite direkt über den Klippen steht, also freier Blick aus allen Fenstern aufs azurblaue Meer: Kann man sich an diesen herrlichen Ausblick gewöhnen? Ja und nein …

Nicht im Bild: Erste Kaffeepause in Furore, aber nicht unten am Ausgang des Fjords, sondern hoch oben im Zentrum des Dörfchens. Extrem surreal, die Umgebung.

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Vierte Etappe: Gegen 11:00 Uhr haben wir die Sorrentinische Halbinsel überschritten, sind also von der Amalfiküste zur Sorrentküste gewechselt, woran uns immer wieder der Anblick des Vesuvs erinnert. Unser nächstes Ziel ist Pompei, eine Stadt am Fuße des Vulkans mit 25.000 Einwohnern. Ja, sie existiert immer noch und lebt im Schatten ihrer eigenen Vergangenheit, denn weltweit denken die Menschen beim Namen Pompei an die beim Vesuvausbruch 79 nach Christus verschüttete und später wiederentdeckte und ausgegrabene Stadt, das antike Pompeji.

Hier gehört noch die Anekdote erzählt, vom dicken Wirtshausbesitzer in Pompei, der uns einen Parkplatz vor seinem Restaurant schenkte, und die Kochkünste seiner Frau in höchsten Tönen lobte, damit wir nach der Besichtigung der Ausgrabungen bei ihm einkehren.

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Fünfte Etappe: Der Ausbruch am 24. August 79 begrub die blühende Stadt Pompeji und die sie umgebende fruchtbare Landschaft mit einer sechs Meter dicken Ascheschicht. Der gesamte Landstrich wurde für Jahrhunderte unbewohnbar. Erst im 3. bis 4. Jahrhundert finden sich Belege für vereinzelte Besiedlung. Auch während des gesamten frühen Mittelalters blieben die Lebensbedingungen auf dem Gebiet äußerst ungünstig. Wiederholte Ausbrüche des Vesuvs, Einfälle von Barbarenstämmen, Überfälle von Sarazenen und Piraten sowie ein ungesundes Klima durch malariaverseuchte Sümpfe behinderten das Entstehen einer neuen Siedlung auf dem Territorium der untergegangenen Stadt.

Nach ihrer Wiederentdeckung im 18. Jahrhundert begann die zweite Geschichte von Pompeji, in deren Verlauf der Ort zu einem zentralen Objekt der Archäologie und der Erforschung der antiken Welt wurde. Pompeji, eine der am besten erhaltenen antiken Stadtruinen, wurde zu einer wichtigen Stätte, um das Leben der Menschen vor 2000 Jahren zu verstehen.

Achtung, Quizfrage … Die Ausgrabungen von Pompeji beweisen, dass es schon zur damaligen Zeit ausgeklügelte Verkehrssysteme gab. Die Straßen von waren bemerkenswert konzipiert, mit Fahrbahnen für Kutschen, Bürgersteigen, Abflüssen, Einbahnstraßen und weiteren Raffinessen. Sogar Zebrastreifen gab es, hier eine Demonstration …

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Die Fußgängerüberwege in Pompeji waren komfortabler und prominenter als die heutigen … man musste keinen Bordstein verlassen, sondern überquerte die Straße in Bürgersteighöhe:

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Sechste Etappe: Nach Pompei, wo wir auch zu Mittag aßen, fahren wir endlich Richtung Neapel … ins höchste Hotel der Stadt, und dort bezogen wir unsere Zimmer im obersten Stockwerk (29. Etage).

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Siebte Etappe: Neapel bei Nacht …

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Quirliges Geschäftsleben in der Haupteinkaufsstraße von Neapel, wo viele Leckereien angeboten werden …

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Unser Abendessen verlegten wir ins Rossopomodoro, einer Mischung aus American Diner und Trattoria

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Wahrscheinlich die größte Einkaufsgalerie in Europa: Galleria Umberto

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2 Kommentare zu “Bella Napoli, wir kommen (Tag 6)
  1. Hannelore Siebert sagt:

    Schön, dass Ihr die Karte, mit dem wunderschön gelegenen Örtchen Positano, auf diesem Wege verschickt habt. So landet sie wenigstens nicht in dem Opferstock irgendeiner Kirche (siehe Aufregung im Dom San Giovanni).

    Grüße Oma E.

  2. Reinhard Spree sagt:

    Ich bin soooo froh, dass Ihr doch noch Sonne und Wärme abbekommen habt. Denn ab Morgen müsst Ihr stark sein: nachts stest leichter Frost, tagsüber auch nicht sehr warm. Gestern war Anbaden in Wannsee bei starkem Schneefall, Luft plus 2 Grad, Wasser plus 3 Grad.
    Genießt den letzten Abend!
    Bis bald! Herzlichst
    Reinhard

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