Besuch im Kloster Andechs

Die religiöse Geschichte von Andechs geht zurück ins 10. Jahrhundert. Der legendäre Graf Rasso (880–954) brachte Reliquien aus dem Heiligen Land, die später den Grundstock des Andechser Heiltumsschatzes bildeten. Das Kloster entstand aus der Burg Andechs, dem Stammsitz der Grafen von Andechs, die in direkter Linie 1248 ausstarben. Die von Johann Baptist Zimmermann im Rokokostil ausgestaltete Klosterkirche Andechs war und ist auch heute noch eine bedeutende Wallfahrtskirche. Der »Heilige Berg« Andechs ist der älteste und nach Altötting der zweitgrößte Wallfahrtsort Bayerns. Die Klosterschänke ist dank ihrer Küche und ihres Bieres (Andechser) aus der Klosterbrauerei ein Magnet für Touristen und Einheimische.

hochaltar

Der Stuck und die Deckenbilder Johann Baptist Zimmermanns und der zweistöckige Hochaltar bestimmen die Innenausstattung der Klosterkirche von Andechs. Im Mittelpunkt des unteren Altars steht das Gnadenbild der Gottesmutter mit dem Kind (um 1500). Hier wird Maria als die Frau aus der Offenbarung des Johannes gezeigt »mit der Sonne bekleidet, den Mond unter ihren Füßen und einen Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt«. Die vier Nebenaltäre lehnen sich an die Pfeiler des Kirchenraums. Die Entwürfe stammen von Johann Baptist Straub. Die beiden vorderen sind den Heiligen Benedikt und Rasso geweiht und zeigen auf ihren Altarblättern Darstellungen der Heiligen. Die hinteren, bescheideneren Seitenaltäre besitzen Altarblätter Elias Greiters d. J. mit Bildern der Taufe Jesu und des Heiligen Michael.

orff

Im Inneren der Klosterkirche ist, neben vielen Wittelsbacher-Familienmitgliedern, auch der Münchener Komponist Carl Orff bestattet (1895 – 1982, beigesetzt in der »Schmerzhalften Kapelle«).

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