Caspar-David-Friedrich-Blicke

Abseits vom Lauterbacher Hafen steht ein Holzstuhl mitten in der Landschaft. Die Rückenlehne ist beschriftet mit »Caspar David Friedrich Blick«. An genau diesem Ort hat der Maler sein berühmtes Werk mit Blick auf die Insel Vilm geschaffen. Wir haben weiter CDF-Blicke für uns entdeckt.

judith_blickt

Mitglieder des Fördervereins Putbus haben den Stuhl an dem Ort aufgestellt aufgestellt, wo Caspar David Friedrich die Perspektive für sein Gemälde Landschaft mit Regenbogen gefunden haben soll (Abbildung unten). Es entstand im Zeitraum 1808 bis 1810. Der Maler wollte mit diesem Werk die Vision der Natur darstellen, die Johann Wolfgang von Goethe in seinem Gedicht Schäfers Klagelied* (1802) zum Ausdruck brachte. Das Gemälde befand sich in der Staatlichen Kunstsammlung in Weimar und ist seit 1945 verschollen.

Caspar David Friedrich wurde 1774 unweit von Rügen, in der  schwedisch-pommerschen Hafenstadt Greifswald, geboren. Er war das sechste von zehn Kindern. Beide Elternteile stammten aus der mecklenburgischen Stadt Neubrandenburg. Friedrich selbst war sein gesamtes Leben lang schwedischer Staatsbürger. Im Jahr 1790 erhielt er seinen ersten Zeichenunterricht beim Greifswalder Universitätsbau- und Zeichenmeister Johann Gottfried Quistorp. Vier Jahre später folgte die künstlerische Ausbildung an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen, damals eine der modernsten Akademie galt. Im Oktober 1798 wechselte er zur Akademie nach Dresden, wo er 1801 sein Studium abschloss.

regenbogen

In den Sommermonaten 1801 und 1802 reiste Caspar David Friedrich in seine Geburtsstadt und weiter zur Insel Rügen. Bei ausgedehnten Wanderungen entstand ein Fundus an Skizzen, auf die er später immer wieder zurückgriff.

Friedrich gehörte der Generation der ersten freien Künstler an, die nicht als Auftragsmaler, Professoren einer fürstlichen Akademie oder protegierte Freunde eines reichen Gönners tätig waren. Sie boten ihre Künste auf dem freien Markt von Galerien an und lebten vom Verkauf ihrer Werke. Er gilt heute als bedeutendster Maler und Zeichner der deutschen Frühromantik, die er zusammen mit Philipp Otto Runge wie kaum ein anderer beeinflusste. Seine Werke haben häufig Natur- und Landschaftsdarstellungen zum Gegenstand. Die Natur nimmt darin oft einen metaphysisch-transzendenten Charakter an. Caspar David Friedrich starb am 7. Mai 1840 in Dresden.
___________________________

* Schäfers Klagelied (Johann Wolfgang von Goethe)

Da droben auf jenem Berge,
Da steh ich tausendmal,
An meinem Stabe gebogen
Und schaue hinab in das Tal.
Dann folg ich der weidenden Herde,
Mein Hündchen bewahret mir sie.
Ich bin heruntergekommen
Und weiß doch selber nicht wie.

Da stehet von schönen Blumen
Die ganze Wiese so voll.
Ich breche sie, ohne zu wissen
Wem ich sie geben soll.

Und Regen, Sturm und Gewitter
Verpaß ich unter dem Baum.
Die Türe dort bleibet verschlossen
Denn alles ist leider ein Traum.

Es stehet ein Regenbogen
Wohl über jenem Haus!
Sie aber ist weggezogen,
Und weit in das Land hinaus.

Hinaus in das Land und weiter,
Vielleicht gar über die See.
Vorüber, ihr Schafe, vorüber!
Dem Schäfer ist gar so weh.
________________________

Unsere Caspar-David-Friedrich-Blicke:

goor

Goor

baabe

Wäldchen am Naturhafen Baabe

feld

Acker vor Vilmnitz (mit Maria Magdalena Kirche)

caspar_moment2

Mondaufgang

caspar_moment1

Abendrot

yachthafen

Im-Jaich Marina und Wasserferienwelt

Veröffentlicht in Reisen Getagged mit: , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.