Paris, Tag 3: ein Bilderbogen

Eigentlich wollten wir den dritten Tag etwas gemütlicher angehen. Doch Paris hält uns in Atem. Es gibt viel zu sehen, an jeder Ecke locken Sehenswürdigkeiten und Geschäfte. Dabei hatten wir nur zwei Aktionen geplant: Sacré-Cœur besuchen und eine abendliche Bootsfahrt auf der Seine. (Abbildung: Graffiti am Centre Popmpidou)

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Das könnte unser Lieblingsfrühstückscafé werden: Le Pain Quotidien, liegt nur 2 Minuten von unserem Zimmer entfernt, in der Rue des Archives. Im »Täglich’ Brot« werden auch leckere Backwaren und Frühstücksdelikatessen verkauft …

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Judith greift zum frisch gebackenen Croissant und überlässt das Pain au Chocolat Greta. Das Schokoteilchen wird aus einem Croissant-Teig gebacken, der um zwei Riegel Schokolade gedreht wurde. Es schmeckt fast wie das Schokocroissant in Deutschland, hat aber eine andere Form und eine kräftige Glasur.

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Das Tragwerk und die Rohre für die Versorgung wurden beim Centre Pompidou sichtbar an den Gebäudeaußenseiten angebracht, angeblich um Ausstellungsplatz zu gewinnen. Dabei sind die Belüftungsrohre weiß bemalt, die Beförderung rot, Elektrik gelb, Wasserrohre blau und die Rohre der Klimaanlage grün. Tatsächlich wollten die Architekten Renzo Piano und Richard Rogers mit dieser Gestaltung Geschichte schreiben, indem sie die Loslösung vom architektonischen Diskurs zwischen Modernismus und Postmoderne anstrebten. Was sie nicht bedachten: Wie eine solche Fassade nach 10 bis 20 Jahren Staubablagerung aussieht und welchen Aufwand die Instandhaltung tausender bunter Show-Rohre mit sich bringt.

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Bunte Rohre ganz anderer Art setzte die französisch-schweizerische Malerin und Bildhauerin Niki de Saint Phalle am Strawinski-Brunnens vom Centre Pompidou in Szene, den sie ab 1982 zusammen mit Jean Tinguely gestaltete. Weltbekannt wurde die Künstlerin ab 1964 durch ihre »Nanas«, Frauenfiguren mit betont üppigen und runden Formen. Dieses Foto haben wir für Heinz gemacht, der heute Geburtstag hat

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Unsere erste Metro-Fahrt, vom Rathausplatz zum Pigalle … und wir singen den Hit von Bill Ramsey aus dem Jahr 1961:

Pigalle, Pigalle das ist die grosse Mausefalle
mitten in Paris
Pigalle, Pigalle der Speck in dieser Mausefalle
schmeckt so zuckersüss
Da sieht man Türken, Perser, Inder und Chinesen
wer auf der Welt was auf sich hält ist da gewesen
Pigalle, Pigalle so heisst die grosse Mausefalle
mitten in Paris

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Und so sieht sie aus, die große Mausefalle von Pigalle … Wir sind hier hingefahren, um die Gegend zu erkunden und nach einem Mittagessen die Kathedrale Sacré-Cœur zu besuchen.

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Das Mittagessen nehmen wir im Corso zu uns (ehemals Da Claudio, 10, Avenue Trudaine, 75009 Paris), ein geradliniger Italiener, innen gestaltet vom Österreicher Robert Stadler. Das  beste Gericht: Penne mit Pilzen, Schinken und Ricotta.

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Nach dem Mittagessen machen wir uns gestärkt auf den Weg zu Sacré-Cœur … Hier im Bild festgehalten: Greta, verloren im Trubel der Großstadt (1)

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Die Basilika Sacré-Cœur ist eine römisch-katholische Wallfahrtskirche auf dem Montmartre in Paris. Das historistische Bauwerk wurde im 19. Jahrhundert vom Architekten Paul Abadie begonnen, der sich in einem Wettbewerb gegen 78 Mitbewerber durchgesetzt hatte und dessen Entwurf deutlich durch die Architektur römisch-byzantinischer Kirchen inspiriert wurde, zum Beispiel der Hagia Sophia in Istanbul und des Markusdoms in Venedig. Heute ist Sacré-Cœur eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten von Paris. Durch die erhöhte Lage sind insbesondere die Treppen vor dem Gebäude bei allen beliebt, die die Aussicht über die Stadt genießen möchten. Nach unten fahren wir allerdings mit dem Funiculaire de Montmartre, einer Standseilbahn.

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Der Weg von und zur Basilika Sacré-Cœur ist gesäumt von billigen Touristenläden, mit riesigen Wühltischen und billigen Imbissen …

Wir machen ein Päuschen, fahren nach Hause und ruhen uns eine Stunde aus.

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Unser zweites großes Ziel ist die Anlegestelle der Bateaux-Mouches, das ist die bekannteste Bootsflotte für nächtliche Rundfahrten auf der Seine. Auf dem Weg dorthin überqueren wir zum ersten Mal die Prachtstraße Champs Elysée. Die Idee für die Ausflugsboote hatte nach dem 2. Weltkrieg Jean Bruel, der den Parisern wieder ihren Sinn fürs Feiern und ihre Unbeschwertheit zurückgeben möchte. Vom Fluss aus gesehen, davon ist er überzeugt, sei die Stadt noch schöner. Er baut also neue, moderne Boote, die aus viel Glas und Scheinwerfern konstruiert sind.

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Bei Einbruch der Dämmerung erreichen wir unser Bateau-Mouche, das wir mit einer großen japanischen Reisegruppe teilen.

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Der Eiffelturm vom Boot aus gesehen …

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Auf dem Rückweg streifen wir durch das nobelste Viertel von Paris, rund um die Champs -Elysée. Alle bekannten Modemarken haben hier ihre Stammsitze.

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Greta, verloren im Trubel der Großstadt (2)

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Zurück im Ferienzimmer verdauen wir erst mal die Erlebnisse des Tages …

Veröffentlicht in Aktuell

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